Beim Kauf eines Satelliten-Navigationssystems gibt es die verschiedensten Faktoren zu beachten. Jedes noch so klein erscheinende Detail kann in der Praxis einen echten Unterschied machen. Wie viele deutsche Autofahrer ärgern sich zum Beispiel täglich schwarz, dass sie nicht zwei Mal die Stärke des Saugnapfes getestet haben, bevor sie ihr Navi in der Warenkorb gelegt haben? Und wie viele bereuen die Wahl der Gehäusefarbe rosa, bloß weil das Modell ein bisschen günstiger war?

Ein ganz offensichtliches Kriterium, das bei der Wahl des passenden Geräts dagegen immer ganz oben auf der Liste der Kunden steht, ist die Größe des Displays. Die meisten Navis bieten eine Bildschirmdiagonale von 3,5 oder 4,3 Zoll, was 8,9 beziehungswiese 10,9 Zentimetern entspricht. Wer es gerne größer mag, der findet eine reichhaltige Auswahl an Geräten mit Diagonalen von fünf Zoll (12,8 Zentimeter). Das ist dann schon beinahe doppelt so groß, wie ein iPhone-Display. Wem das immer noch nicht reicht, kann sich unter den wenigen Navis umsehen, die mit sechs, sieben oder gar acht Zoll versehen sind.

Die Fläche des Bildschirms hat natürlich direkte Auswirkung auf die Bedienung des Touchscreens. Logisch: Je größer das Display, desto einfacher ist es auch für Leute mit großen Händen, den richtigen Button zu finden. Das kann einem vor allem im hektischen Stadtverkehr sehr zu Gute kommen. Wenn man mal schnell eine Wegänderung eingeben muss, sind Tippfehler extrem nervig.

Auch die Lesbarkeit der angezeigten Karten steigt natürlich exponentiell mit einem großen Display. Vor allem auf den Bildschirmen unter zehn Zentimetern ist es oft wirklich nicht leicht, die eh schon winzig abgebildeten Straßennamen richtig zu erkennen – insbesondere wenn sie nicht in der Horizontale liegen. Ein paar extra Zentimeter machen da einen gewichtigen Unterschied und können den ein oder anderen unabsichtlichen Umweg vermeiden helfen.

Wem selbst die größte Bildschirmdiagonale noch zu undeutlich ist, der sollte sich an solche Anbieter halten, die ein Vergrößerungsglas für ihre Geräte im Petto haben. Mit einem vergrößernden Aufsatz werden die Informationen ungefähr so dargestellt, als säße man vor einem 20-Zentimeter-Display.

Doch Achtung – nicht jeder ist ein Fan von großen Displays. Vor allem manche Fahrer von PkWs mit einem kleinen Innenraum bevorzugen solche Geräte, die wenig Platz wegnehmen und leicht eine Ecke finden. Da moderne Navis sich schon per Spracheingabe bedienen lassen, gilt auch das Argument der größeren Fläche zum leichteren Eintippen nicht bei jedem Gerät. Wer einen Straßennamen einfach laut ausprechen muss, braucht sich nicht auf große Buttons verlassen.

Zudem warnt der ADAC vor zu großen Navi-Bildschirmen, weil die ein Sicherheitsrisiko darstellen können. Wer sein Navi an einem unpassenden Fleck der Windschutzscheibe installiert, kreiert de facto einen totel Winkel. Wirklich relevant ist diese Warnung laut ADAC aber erst bei Bildschirmen von einer Größe jenseits der sieben Zoll, also nur bei den allerwenigsten, und natürlich nur dann, wenn man das Navi auch an der Frontscheibe platziert. Wer es zum Beispiel am Handschuhfach oder an der Mittelkonsole befestigt, hat diesbezüglich nichts zu fürchten.

Kurz: Letzten Endes ist die Größe des Navi-Bildschirms eine Geschmacksfrage. Dass zu kleine Anzeigen aber nerven, scheint Konsens unter den deutschen Autofahrern zu sein.

SPAREN SIE BIS ZU 40% DURCH DAS VERGLEICHEN VON UNSEREN ANGEBOTEN