Sparschweine

Jeder Besitzer von Navis und GPS-Geräten kennt das Problem: Da steckt man in einer völlig unbekannten Großstadt mitten im größten Verkehrschaos und ist schon jetzt 15 Minuten zu spät zum nächsten Termin – da blinkt plötzlich die rote Warnleuchte am Navi, um einen darauf aufmerksam zu machen, dass die Batterie so gut wie alle ist.

Derartige Super-GAUs der GPS-Navigation passieren leider immer noch ab und zu, obwohl technologische Fortschritte sowohl die Lebensdauer von Navi-Akkus verlängert als auch den Energiebedarf vieler Geräte heftig reduziert haben. Trotzdem bleibt eine recht kurze Haltbarkeit der mobilen Energieversorgung ein großes Problem vieler Navis. Das selbe gilt für GPS-Navigations-Apps in Smartphones. Wer sein Iphone zum Wegfinden auf längeren Autofahrten benutzt, dem geht mit Sicherheit innerhalb weniger Stunden der Saft aus.

Das liegt noch nicht einmal daran, dass die GPS-Funktechnik an sich einen besonders hohen Energiebedarf hätte. Der Grund für die kurze Haltbarkeit von Navi-Akkus liegt schlicht darin, dass die ständig ablaufenden Berechnungen, die für eine genaue Positionsbestimmung erforderlich sind, ungeheuer komplex sind, so dass deren Bewältigung relativ hohe Mengen an Strom verbraucht.

Kein Wunder also, dass GPS-Techniker schon seit langer Zeit die oft schwache Betriebsdauer als eine Achillesferse der Satelliten-Navigation ausgemacht haben. Ein erster Schritt in die richtige Richtung waren unterstützende Systeme wie zum Beispiel das sogenannte A-GPS (kurz für „Assisted GPS“), das dank der Übermittlung von Hilfsdaten einen Teil der Posititionsberechnungen überflüssig macht. Allerdings funktioniert das nur für die erstmalige Festlegung des eigenen Standorts, danach muss wieder der Prozessor des Navis alleine ran.

SPAREN SIE BIS ZU 40% DURCH DAS VERGLEICHEN VON UNSEREN ANGEBOTEN

Medienberichten zufolge ist einer Gruppe von Forschern aus den USA nun eine Art kleiner Durchbruch zur Verlängerung der Navi-Haltbarkeit gelungen. Der Trick: Mit Hilfe eines Cloud-basierten Systems sollen die wirklich anspruchsvollen Rechenprozesse einfach ausgelagert werden. Ein kleiner Teil der ursprünglich vom Satelliten empfangenen Daten reicht bei sogenannten CO-GPS (Cloud-Offloaded GPS)-Geräten schon aus, um die eigene Position zu verifizieren. Auch Daten aus dem Internet werden zu Hilfe gezogen, so dass im Endeffekt zwei kleine Mignonbatterien schon ausreichen sollen, um das Navi bis zu zwei Jahre ohne weiteres Aufladen am Leben zu erhalten.

Der Haken für die Nutzer von GPS-Technologie im Auto ist, dass im Moment die CO-GPS Bestimmung noch weit weniger genau ist, als wenn das GPS-Signal ganz normal auf dem Navi ausgewertet wird. Das bedeutet, dass es für die Nutzung bei den hohen Geschwindigkeiten, die man im Auto zurücklegt, schlicht nicht taugt.

Immerhin: Fürs Radfahren und Wandern soll es schon gut genug sein, und da trifft GPS-Benutzer ein toter Akku ja meist besonders hart – denn fürs Auto kann man sich wenigstens ein Ladekabel besorgen, das über den Feuerzeuganzünder funktioniert.

So manch ein Navi-Experte ist aber skeptisch gegenüber der Ankündigung der neuen Technologie. Da Cloud-Lösungen natürlich nur dort funktionieren, wo es eine stetige Internetverbindung gibt, bleibt abzuwarten, wie nützlich CO-GPS beim Wandern in der freien Natur wirklich ist. Außerdem gilt es zu bedenken, dass der Datentransfer zum und vom Internet ja auch eine Menge Energie verbrät – ob in der Summe also wirklich ein besserers Ergebnis herauskommt, ist ungewiss.

SPAREN SIE BIS ZU 40% DURCH DAS VERGLEICHEN VON UNSEREN ANGEBOTEN

Mehr Informationen sowie Angebote und Preise zum Thema Fahrzeugortung:
Fahrzeugortungspreise
Wie Sie effizienter Ihre Firmenfahrzeuge orten