2015 wird ein historisches Jahr für das Global Positioning System. Dann erhält das weltweite Satelliten-Navigationssystem, das die Positionsbestimmung Objekten, Fahrzeugen, Handys und Smartphones möglich macht, eine zweite Basis. Bisher befand sich die GPS-Technologie vollständig in den Händen des US-amerikanischen Militärs.

Im Jahr 2015 aber soll das europäische Galileo-Projekt betriebsbereit sein, das ausschließlich für die kommerzielle Nutzung vorgesehen ist. Zu den Nutznießern gehören das Verkehrswesen, soziale Einrichtungen, die Justiz und der Zoll, das Bauwesen sowie Not- und Rettungsdienste. Sechs eigene „Giove“-Satelliten (von letztendlich 22) befinden sich bereits in der Umlaufbahn. Das „milliardenschwere“ Projekt wird auch von mehreren Staaten unterstützt, die nicht Mitglied der EU sind.

bestes Navigerät 2015

Kompatibilität von Galileo und GPS

Nach anfänglichen Mißstimmigkeiten zwischen den USA und der EU haben sich jetzt beide Systeme aufeinander eingespielt, d.h. für die Nutzung von Galileo ist keine neue GPS-Infrastruktur erforderlich. Der technischen Vorsprung, den Galileo mit sich bringt, aber kann sich sehen lassen.

Die Positionsbestimmung aus dem All kann bis auf 10 Zentimeter genau erfolgen – gegenüber den bisher üblichen 10 Metern. Im Höhenunterschied sind die Ergebnisse noch gravierender. Galileo ortet zudem extrem besser in abgeschirmten Gebieten, wie sie die großen Städte darstellen, und verhilft Nordeuropa zu einer besseren Abdeckung.

Die Stärke der Satellitensignale ist um ein Vielfaches höher. Zur freien Anwendung für jedermann aber steht nur die Galileo-Version mit den auf 4 Metern genauen Orts- und auf 8 Metern genauen Höhenangaben.

Die Codierung hat zwei Gründe

Auf wirtschaftlicher Seite rechnen die europäischen Anbieter natürlich mit erheblichen Einnahmen für GPS-Bezahldienste, die eine weitaus genauere Positionsbestimmung liefern können.

In der militärischen Allianz mit den USA hat sich die Haltung durchgesetzt, GPS inkl. Galileo ganz oder teilweise abschalten zu können, wenn feindliche Raketen die Systeme nutzen wollen. Über Afghanistan beispielsweise funktioniert ein territorial begrenztes GPS.

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Navigationsgeräte und Galileo

Nach Aussage der Beratungsfirma Eurospace wird das neue europäische System dem traditionellen GPS innerhalb von 10 Jahren den Rang ablaufen.

Die Vorteile von Navigationsgeräten auf Galileo-Basis liegen nicht nur in der besseren Datenversorgung aus dem All zur präziseren Positionsbestimmung, sondern auch in den damit möglichen verbesserten Bauarten. Navigationsgeräte können in Zukunft kleiner werden, weniger Strom verbrauchen und ihre Zusatzfunktionen ausweiten.

Die Hersteller von GPS Navigeräten betreiben nach Angaben von Eurospace bereits intensiv die Entwicklung von Galileo-Geräten. Für eine bestimmte Übergangszeit sollen Navigationsgeräte GPS und Galileo gleichzeitig unterstützen. Durchsetzen am Markt aber werden sich nach Meinung der Experten reine Galileo-Geräte – wozu es bei den erwiesenen Vorteilen natürlich keiner allzu prophetischen Begabung bedarf.

Hektik ist bei Herstellern wie Anwendern jedoch nicht angesagt. Das Galileo-Projekt hat sich bisher schon um Jahre verzögert. Ob 2015 als Termin gehalten werden kann, ist fraglich. Selbst auf der Website der Europäischen Kommission wird der Galileo-Betrieb mittlerweile vage mit „2014/2015“ umschrieben.

Womit kann man 2015 sicher rechnen?

Galileo Navigation

Da die Entwicklung im Navi-Sektor auch ohne Galileo ständig weitergeht, müssen die Hersteller nicht warten, bis der technologische Sprung auf den neuen Datenstandard aus dem All vollzogen ist. Auf der Erde gibt es genug zu tun, womit Navigationsgeräte auch 2015 verbessert werden können. Das Hauptbetätigungsgebiet der Hersteller liegt dabei im IT-Sektor.

Die bisherige Domäne der Smartphones dürfte 2015 endgültig auf die Navigationsgeräte übergegangen sein. Zusatzinformationen wie Points of Interests, Hotels am Wege oder Parkmöglichkeiten „können“ auch Navigationsgeräte. Aber der Kontakt mit Anbietern während der Fahrt wird via mobiles Internet nun auch für Navis möglich. Das so genannte 4G macht den Zugang zum Internet bei höheren Geschwindigkeiten problemlos möglich.

TMC wird weiter ausgebaut. Bei der Software sind die Hersteller schon so weit, auf „Android“ umzusteigen, was die Navigationssysteme absolut flexibel gestalten würde. Erhöhter Bedienkomfort, Sprachsteuerung und größere Displays sind generelle Trends 2015.

Allgemeine Trends 2015

Einen anschaulichen Überblick über die Standards 2015 bei den Navigationsgeräten bietet die nüvi-Edition 2014 von Garmin. Was der Marktführer mit seinem Premium-Produkt aktuell anbietet, wird natürlicher Weise in der Folge Marktstandard.

Die sogenannten „Real Directions“ der neuen Navi-Generation leiten den Fahrer mit praktisch nachvollziehbaren Anweisungen weiter. Statt „in 200 Metern rechts abbiegen“ werden markante Punkte in die Orientierung einbezogen wie z.B. „nach der Tankstelle rechts abbiegen“. Das hilft natürlich schneller und intuitiver als eine abstrakte Angabe.

Dieser Trend kommt nicht nur akustisch zur Geltung, sondern auch optisch. Denn auf den Displays werden zunehmend 3-D-Animationen erscheinen, die sich auf reale Bilder stützen. Möglich macht das die integriere Kamera und eine Software, die den reale aufgenommen Bildern die benötigten Informationen hinzurechnet und das Ganze als einheitliches Bild umsetzt.

Ein besseres Erfassen von optischen Informationen wird auch durch die 1:1-Kopie von Verkehrsschildern bei der Anzeige auf dem Display ermöglicht. Mit dem Traffic Splitscreen wird die aktuelle Route angezeigt, während die andere Hälfte des Bildschirms aktuelle Informationen zum Verkehr einblendet.

Gern dürfen auch alle anderen Anbieter die Lifetime Maps and Traffic (LMT) der Marktführer wie Garmin oder TomTom übernehmen. Dann wären endlich alle Navis mit lebenslang aktualisiertem Kartenmaterial ausgestattet.

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