Bei Flugzeugabstürzen wird oft monatelang nach der so genannten „Black Box“ gesucht“, einem Datenspeicher, der die technischen Abläufe in der Bewegung des Flugzeuges aufzeichnet und brandsicher ist. Die Auswertung dieser Daten verbessert seit Jahrzehnten die Flugsicherheit.
Ähnliches ist auch bei Kraftfahrzeugen möglich.

Die Unfalldatenspeicherung ist vor allem bei Rettungsdiensten wie der Feuerwehr oder großen Flotten mit wechselnden Fahrern im Gebrauch. In den USA und in der Schweiz ist bereits auch schon die private Benutzung verbreitet.

 

Verkehrsexperten, Unfallforscher und Politiker fordern in Deutschland eine generelle Einführung der Black Box im Kraftverkehr. Ein Gesetz, das zudem an das EU-Recht gebunden wäre, gibt es jedoch noch nicht. Es ist die freie Entscheidung jedes Autofahrers, sein Fahrzeug mit einer Black Box auszurüsten oder nicht. Die Vorteile sind freilich unübersehbar.

UDS – die Blackbox für den Pkw

Der Unfalldatenspeicher (UDS) für das Auto ist etwa so groß wie eine Zigarettenschachtel und kann in jedes elektronische System integriert werden. Das Besondere dieses Geräts ist, dass es in einem Zyklus immer nur 43 Sekunden Daten speichert, und anschließend wieder überschreibt.

Nur wenn es zu einem Crash kommt, werden die 28 Sekunden davor und die 15 Sekunden danach festgehalten. So lässt sich ein Unfallhergang eindeutig aus der Sicht des betroffenen Fahrzeugs rekonstruieren. Die trotz sicherer Stahlummantelung nur 175 Gramm schwere Black Box verfügt über eine eigene Notstromversorgung plus Puffer-Batterie, einen eingebauten Kompass sowie Sensoren für die Geschwindigkeits-, Beschleunigungs- und Richtungsmessung.

Über diverse Schnittstellen können so alle mit dem Crash zusammenhängenden Daten auswertungssicher dokumentiert werden. Ähnlich wie die Aufzeichnungen von GPS-Trackern und Telematiksystemen werden diese Daten vor Gerichten anerkannt.

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UDS schafft Rechtssicherheit

An technischen Parametern zeichnet das Gerät Längsbeschleunigung, Querbeschleunigung, Richtungsänderungen und die Radgeschwindigkeit auf. Damit können auch starke Bremswirkungen oder ein Aufprall ohne Stillstandsfolge nachgewiesen werden.

Durch die Verbindung mit der Fahrzeugelektronik wird auch der Fahrzeugstatus dokumentiert, z.B. ob das Licht eingeschaltet ist, der Sicherheitsgurt umgelegt wurde oder die Blinker entsprechend der Richtungsänderung gesetzt wurden. Alles wird mit Datum und Uhrzeit erfasst, so dass der Ablauf eines Unfalls im Nachhinein realistisch analysiert werden kann.

Die Schuldfrage lässt sich auf diese Weise eindeutig klären. Hunderttausende von Autofahrern, die jährlich nach einem Unfall von ihrer Versicherung in der Schadensfreiheitsklasse zurück gestuft werden, könnten sich so rechtssicher gegen falsche Behauptungen wehren.
Die Black Box verhindert keine Unfälle, aber sie ist entscheidend für die Konsequenzen.

Allgemeine Einführung der UDS?

Im Schadensfall sind die Kosten für eine Black Box im Auto gut angelegt. Noch sind die Geräte jedoch mit mehr als 700 Euro noch vergleichsweise teuer. Eine allgemeine Einführung in den Fahrzeugbau würde nach Ansicht von Experten den Preis pro Wagen jedoch nur um 2 Euro anheben.

Die UDS könnte nicht nur Rechtssicherheit erhöhen, sondern auch Risikosituationen im Verkehr minimieren. Denn der Nachweis des individuellen Fahrverhaltens im Schadensfall würde so manchen Raser davon abhalten, allzu sehr auf das Gaspedal zu treten. Den Beweis hat bereits eine Schweizer Versicherung geführt, die Autofahrern einen Bonus für die Black Box zahlte.

Überhöhte Geschwindigkeit ist im deutschsprachigen Raum die Hauptunfallursache. Bei mehr als 2 Millionen Verkehrsunfällen im Jahr, bei denen ca. 400.000 Menschen zu Schaden kommen und 3.600 Beteiligte sterben (Unfallstatistik Deutschland 2012) scheint eine allgemeine Einführung der Black Box geboten. Sicherer fahren mit UDS aber kann man jetzt schon.

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