GPS Ortung

Autofahren ist heute eine Angelegenheit, die sich aus vielen Komponenten zusammen setzt. Im High-Tech-Zeitalter sind neue technologische Lösungen an der Tagesordnung. Service-Organisationen wie der ADAC, die auch Wert auf eine umfassende Ratgeberfunktion legen, kommen oftmals kaum dem Tempo der Neuheiten hinterher. Am deutlichsten wird dies im Bereich der Kommunikationstechnologie, die mit dem Autofahren zum Beispiel über Navigationssysteme verbunden ist.

Es kann aber gut und gern auch das Handy oder das Smartphone sein. Jede Neuheit in der sich rasant entwickelnden Kommunikationstechnik hat sofort und unweigerlich Folgen im Bereich der Verkehrsleitsysteme. Navis sind heute keine Kompaktgeräte mehr, sondern modular erweiterbare Informationssysteme. Entsprechend hat der ADAC in seinem Oktober-Test für mobile Navigationsgeräte auch acht Software-Lösungen für Smartphones geprüft.

Testergebnisse von „gut“ bis „befriedigend“

Einen kleinen Vorsprung scheinen die Navis noch zu haben. Immerhin schnitten alle vier untersuchten mobilen Varianten mit dem Testurteil „gut“ ab. In der „Smartphone-Klasse“ gab es dagegen je viermal ein „gut“ und ein „befriedigend“.

Getestet wurden vor allem Routenführung, Berechnung der Fahrtzeiten, Einbeziehung von Verkehrsinformationen, Schnelligkeit der Verbindungen und Berechnungszeiten sowie Aspekte der Handhabung und des Umfangs der Leistungen. Testsieger wurde das Navi „Go Live 1015“ von Tom-Tom, das insbesondere bei der Routenberechnung seinen Konkurrenten zum Teil sogar deutlich überlegen war.

Allgemeine Mängel

Als durchgehender Schwachpunkt der getesteten Navis erwies sich das Problem von Langzeitsperren, die für bestimmte Streckenabschnitte gelten, in die Routenberechnung der Testprodukte aber nicht einbezogen wurden. Die aktuellen Verkehrsinformationen dagegen werden erkannt. Wenn in diesen aber nicht auf Langzeitsperren auf der Fahrtroute hingewiesen wird, scheitern die Test-Navis in dieser Frage.

Auch bei der Berechnung der Ankunftszeiten stellten die Tester vielfach Ungereimtheiten fest. Während sich die Berechnung auf Autobahnen eher an unteren Fahrzeiten orientiert, wird im innerstädtischen Bereich fast komplett ein zu schnelles Tempo veranschlagt. Für die Fahrt auf der Autobahn ist die unzureichende Berechnung nicht wirklich ein Manko, da sich die Fahrtzeit – ganz im Sinne des Autofahrers – zusehends verkürzt. Bei innerstädtischen Fahrten dagegen kann das falsche Zeitmanagement schnell zum Problem werden.

Oft geht es um Termine, die gehalten werden müssen, aber auf Grund der Verkehrslage verfehlt werden. Die alte Weisheit, noch früher loszufahren als geplant, wird auch von den Test-Navis meist nicht erledigt. Die deutlichste Abweichung beim Stadttempo, das so nicht den realen Gegebenheiten entspricht – selbst wenn es keinen Stau oder Baustellen gibt – gab es bei der Smartphone Software GPS Navigation 2 / Skobbler.

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Spezielle Sündenfälle

Die bereits unrühmlich in Erscheinung getretene Smartphone Software GPS Navigation 2 / Skobbler patzte in Sachen Verkehrserkennung nahezu vollständig. Von Berücksichtigung des aktuellen Verkehrsgeschehens konnte nach Angaben der der Tester keine Rede sein, eher entsprach die Routenberechnung der Software dem völligen Ignorieren.

Insgesamt konnte das Testprodukt wahrscheinlich mit der Note „befriedigend“ wohl noch zufrieden sein. Die Spanne der Unzulänglichkeiten bei der Verkehrserkennung war insgesamt sehr breit. Beim Testsieger Tom-Tom klappte sie nahezu perfekt, Google Maps begnügte sich mit der bloßen Anzeige der Verkehrssituation. (Google Maps), bis hin zum völligen Ignorieren der Verkehrssituation.

Die Navigationssoftware von Falk startete auf den verschiedenen Smartphones nicht immer sicher. Als Abwertungsgrund befanden die Tester auch den Umstand, dass im Basispreis wirklich nur das Notwendigste enthalten ist und im Vergleich mit anderen Apps viele Zusatzfunktionen dazu gekauft werden müssen.

Ein monetäres Problem gab es bei der kostenlosen Software OVI Maps 2.0 nicht. Aber die komplizierte Handhabung, langes Warten auf den ersten Satellitenkontakt und übermäßige Routenberechnungszeiten führten auch hier nur zu einem „befriedigend“.

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